Dauerfeuer im Interview

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Wir haben uns mit Werner und Sven von der Streetwear Brand dauerfeuer aus Hannover unterhalten und ihnen 7 Fragen zu Ihrem Start-Up gestellt. Im folgendem Interview erfahrt Ihr, was dauerfeuer genau macht, was das besondere an Ihrer Marke ist, wo sie genau sitzen und was sie sich vom Gründungsstandort Hannover noch wünschen!

 1.) Was genau macht Ihr und was ist das Besondere an der Marke dauerfeuer?

W: In erster Linie sind wir ein Streetwear Brand. Unser Angebot reicht von T-Shirts über Headware bis hin zu Accessoires und Wollwaren für Sie und Ihn. Der Antrieb ein Label zu machen ist natürlich seine eigene Vision von Bekleidung zu visualisieren und zu produzieren.

S: Ich habe schon gehört, dass jemand bei dem Versuch unseren Stil zu beschreiben gesagt hat, dass wir eine wilde Mischung aus (Urban)-Art inspirierten, jungen Motiven, und der Geradlinigkeit von erwachsenem Design sind. Das hört sich gut an. Aber Fakt ist das wir einfach das tun was wir für gut erachten und woran wir Spaß haben. Wenn man das nachher auch in den Textilien erkennt, ist das für uns immer ein Grund zur Freude.

2.) Wo sitzt Ihr und warum habt Ihr Euch für diesen Standort entschieden? Was findet Ihr
besonders gut am Standort Hannover?

W: Alles begann in Hannover und findet auch in Zukunft als Hauptstandort hier statt. Zudem
haben wir vor 3 Monaten unser „Headquarter“ Store eröffnet. Da niemand den Luxus genießt
seinen Hauptunterhalt mit Team dauerfeuer bestreiten zu können, sind wir beruflich zudem in
Hamburg und Nürnberg tätig.
S: Hannover ist und bleibt aber immer noch das Epizentrum unserer Ideen und unseres
Schaffens. Gerade weil die Stadt unsere Heimat ist, und für uns den Ursprung bedeutet, wird
die Stadt immer einen besonderen Platz in unseren Herzen einnehmen. Viele Hannoveraner
kennen uns schon von den ersten Gehversuchen an und unterstützen uns. Ohne diesen Support
wären wir nicht da wo wir jetzt sind, und hätte nicht überregional unsere Kreise ziehen
können.​

W: Hannover als Standort für eine Modemarke? Da werden sich vielleicht einige wundern,
aber Fakt ist dass die Stadt mehr Potential besitzt als vermutet wird. Unsere Aktivitäten im
kulturellen Sektor begünstigen zudem den Zugang zur Zielgruppe enorm. Über die Jahre
haben wir es geschafft ein treues Team gewinnen zu können. Stetig kommen neue
Freunde dazu.

S: Das schöne an Hannover ist außerdem, dass es groß genug ist um etwas wie ein
Bekleidungslabel am Leben zu halten, aber trotzdem dabei so übersichtlich ist, dass man relativ
schnell und flexibel agieren kann. Unserer Meinung nach ist das generell ein großer Pluspunkt
wenn man anfängt sich selbstständig zu machen. Auch verfügt Hannover aufgrund der
geringeren Größe gegenüber Städten wie München, Berlin oder auch Hamburg ein relativ
engmaschiges Netz an anderen kleinen Firmen und Startups. Das heißt im Endeffekt, dass man
sich besser untereinander stützen kann, wenn man mit anderen zusammen Projekte
verwirklicht.

3.) Was sind die spezifischen Besonderheiten eines Start-Up im Bereich Mode?

S: Natürlich wussten wir, dass wir uns auf hartes Pflaster begeben. Es gibt viele kleine
Unternehmen, die oft von ausgebildeten Modedesignern geführt werden oder auch einfach von
Gestaltern, die Ihre eigenen Shirts bedrucken. Momentan befinden wir uns irgendwo
dazwischen und sind uns sicher, dass wir uns in dieser Niesche weiter behaupten können, da
wir auf eigene Schnitte, Materialien usw. zurückgreifen, und recht flexibel sind was die
Silhouettenwahl angeht.

W: Es wird immer leichter seine eigene Line zu machen, ohne wirklich einen Background in
der Modewelt zu haben. Aber genau das ist ein weiterer Punkt, der uns unterscheidet. Wir
wissen was wir tun und warum wir es tun. Eine langsichtige Vision ist wichtig, und muss
ersichtlich sein, sonst verlieren die Leute das Interesse und sehen die fehlende Integrität des
Labels.​

S: Aber trotzdem ist es wichtig ein offenes Auge für Modeströmungen zu haben, ohne sich
dabei jedoch völlig auf den gerade herrschenden Trend zu stürzen. Das ist oftmals ein nicht so leichter
Spagat!

4.) Wie macht Ihr auf Eure Marke aufmerksam und was sind die aus Eurer Sicht wesentlichen
Erfolgsfaktoren?

S: Gerade in Zeiten von Social Media und Internet zählt vor allem eins: das Netzwerk!
Kostengünstiger und effektiver kann man nicht werben. Klar würden wir auch gern ein riesen
Zeppelin haben der mit unserem Logo täglich über Hannover kreist. Aber leisten können wir
uns das nicht und die Erfahrung zeigt, dass es auch einfacher geht.
Wer sich kontinuierlich als Marke auf dem Markt behaupten will braucht vor allem ein Gesicht.
Die Leute sollen unter dem Namen dauerfeuer ganz bestimmte Werte im Kopf haben. Dies
aufzubauen und zu pflegen ist eine besondere Herausforderung, und wir sind froh auch hier
kompetente und vor allem engagierte Hilfe mit an Board zu haben.

5.) Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden
musstet?

S: Die größte Schwierigkeit ist definitiv die Organisation. Aufgaben und Verantwortungen zu
alokieren, ist trotz der Tatsache das wir schon einige Jahre dabei sind immer wieder eine
Herausforderung. Um so wichtiger ist das Schaffen eines funktionierenden Netzwerkes. Am
Anfang gibt man sich oft dem Kontrollzwang hin, alles managen zu wollen und vor allem alles
ein wenig besser machen zu wollen. Das ist sehr ehrenswert. Aber um mehr Zeit für das
wesentliche zu haben ist es wichtiger Leute einzuspannen, die Fachwissen auf Gebieten
haben, die für einen selbst ein komplett unbeschriebenes Blatt sind. Wenn jeder das tut was er
am besten kann und es jemanden gibt der das große Ganze zusammenhält dann funktioniert
es meistens am besten.

6.) Welche Informationsquellen für Start-Ups und Gründer (Blogs, Webangebote, Magazin,
Bücher) könnt ihr empfehlen? ​

W: Natürlich kommt man an trockener Gründungslektüre nicht vorbei. Viel wichtiger für unsere
Branche sind Themenblogs, ein Auge auf die Szene und Gründerlandschaft und die globale
Trendfront.

7.) Was würdet Ihr Euch von der Gründerlandschaft in Hannover wünschen?​

W: Ein wenig mehr Mut! Zu viele Leute, die offensichtliches Talent besitzen und in den
eigenen 4 Wänden großartige Dinge machen, trauen sich nicht damit an die Öffentlichkeit zu
gehen bzw. die nächsten Steps zu gehen. Ansonsten sind besonders in den letzten 2-3 Jahren
tolle neue Projekte in Hannover gestartet, über die wir uns sehr freuen, und der Zeit
entsprechende Impulse geben.​

S: Einen Logo-Zeppelin!

Für alle, die dauerfeuer infiziert sind: Hier könnt Ihr die Streetwear-Kollektion erwerben.

Dauerfeuer „Headquarter“:

Seit Mai 2013 hat das „Headquarter“ von dauerfeuer seine Türen an der Königsworther Straße 33 in Hannover geöffnet. Jeden Freitag von 14-19 Uhr gibt es hier die Möglichkeit exklusiv in Hannover die Streetwear Kollektion anzuschauen und zu erwerben.

Darüber hinaus kann im Onlineshop unter shop.dauerfeuer.net die Kollektion gekauft werden.

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Herzlichen Dank an das dauerfeuer Team für das Interview. Weitere Informationen unter: www.dauerfeuer.com

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. beobachte die Jungs schon seit ein paar Jahren. sehr schöne klamotten! ich muss wohl mal im laden vorbei schauen. war mir neu

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